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ORGAN-X PLUS

Roland von Flüe, ts, cl
Marcel Thomi, hammond B3
Roberto Bossard, g
Elmar Frey, dr

Als 1998 das Hammond-Trio ORGAN-X ins Leben gerufen wurde, mutete diese Besetzung recht exotisch an. Die Hammondorgel war - zumindest in Europa - mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Mittlerweile ist ORGAN-X eine feste Grösse in der Schweizer Jazzlandschaft und vielleicht sogar ein wenig mitverantwortlich für den Hammond-Boom, den wir heute hier erleben.

Die „klassische“ Besetzung des Orgeltrios (Gitarre/Hammondorgel/Schlagzeug) nimmt seit jeher einen besonderen Platz ein im Jazz. Die Tradition reicht weit zurück, doch ihren Höhepunkt erreichte die Hammondorgel bestimmt in den 60ern, als der Soul Jazz in voller Blüte stand.  Nachdem die Orgel in den 70ern von Synthesizern verdrängt wurde, erlebte sie in Amerika in den letzten Jahren ein Comeback.

Es zeigte sich, dass in dieser Besetzung durchaus auch moderne Elemente des Jazz' verarbeitet werden können.

In diesem Sinne hat sich auch die Musik von ORGAN-X entwickelt. Das stilistische Profil der Band ist über die Jahre immer deutlicher geworden ist: Ein klares Bekenntnis zu groovigem, zeitlosen Contemporary Bop, welcher - ganz in der Manier der heutigen New Yorker Avantgarde - Liebe zur Tradition mit moderner Komplexität zu vereinen weiss.

Das Orgeltrio wird durch Roland von Flüe zum Quartet ORGAN-X PLUS erweitert.

Er ist einer der herausragenden Individualisten im Kreise der Schweizer Tenorsaxszene. Seine musikalische Persönlichkeit ist buchstäblich „ohrenbetäubend“. Sein mächtiger Sound, viel Druck und phantasievolle Improvisationen lassen keine Wünsche offen.

Marcel Thomi wurde die Orgel quasi in die Wiege gelegt, begann er doch schon mit vier Jahren, auf dem Instrument seines Vaters zu musizieren. Mit 16 gewann er die nationale Ausscheidung des Technics-Orgel-Festivals und spielte dann als Schweizer Vertretung am World-Music-Festival in Vancouver. 2004 wurde er am Jazz-Festival Montreux mit dem Young Lions Award, Best Soloist ausgezeichnet.

Wegen seines groovigen Spiels, seiner enormen Stilbreite und seines musikalischen Einfühlungsvermögens ist Elmar Frey einer der meistgefragten Schlagzeuger der Schweizer Hard-Bop-Szene. Nebst vielen anderen arbeitete er mit Barry Harris, Horace Parlan, Benny Golson, George Gruntz, Kurt Rosenwinkel, Seamus Blake und New York Voices.

Der Gitarrist Roberto Bossard arbeitet als Berufsmusiker seit 1983 in unzähligen Clubs und an etlichen Festivals in der Schweiz und im Ausland. Sein solides und grooviges Spiel, in dem er traditionelle und moderne Elemente stilistisch gekonnt verbindet, bescheren ihm einen grossen Fankreis. In früheren Projekten spielte er mit Leuten wie Sal Nistico, Mark Soskin, Dado Moroni und Alvin Queen.

Die grosse Spielfreude, die Lust zur Interaktion, die stilistische Vielfältigkeit sowie die langjährige nationale und internationale Bühnenerfahrung der einzelnen Musiker lassen die Band zu einem organischen Ganzen zusammenschmelzen.